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Patientenverfügung - inkl. Muster/ Vorlage als Download (PDF oder Word-Dokument)

Patientenverfügung

Ärzte sind bei allen Behandlungen auf die Zustimmung des Patienten angewiesen. Dies zählt sowohl für die Einführung als auch für die Fortführung einer Therapie. Im Normalfall bewilligt der Patient die medizinischen Maßnahmen oder lehnt sie ab. Es gibt aber auch Fälle, in denen der Patient diese Entscheidung nicht mehr treffen kann. Z.B. wenn der Patient im Koma liegt, die Gehirnaktivität nicht mehr normal funktioniert oder andere massive Störungen vorliegen.

Wie sollen die Ärzte nun feststellen, welche Therapiemaßnahmen gewollt sind und welche nicht? Für diese Fälle ist die Patientenverfügung gedacht. Hier legen die (volljährigen) Personen fest, welchen medizinischen Maßnahmen sie im Ernstfall zustimmen und welchen sie nicht zustimmen. Die Verfügung kann auch um Richtlinien oder persönliche (Welt)Anschauungen erweitert werden, die den Ärzten bei der Auslegung gewisser Entscheidungen helfen.

Zusätzlich ist es empfehlenswert, einen gesetzlichen Bevollmächtigten zu bestimmen, der dabei hilft, die eigenen Interessen und Entscheidungen durchzusetzen.

ACHTUNG: Eine Patientenverfügung ist nicht mit einer Vorsorgevollmacht zu vergleichen. Die Vorsorgevollmacht dient dazu, einer vertrauenswürdigen Person zu erlauben, Verträge in fest definierten Bereichen abzuschließen.


Verfassen der Patientenverfügung

Beim Verfassen der Patientenverfügung sollten Sie darüber nachdenken, was Ihnen bezüglich Krankheit, Schmerz und Behandlung wichtig ist und ggf. wovor Sie Angst haben. Der Prozess des Nachdenkens ist sicherlich nicht ganz einfach, weil man sich mit den eigenen Gebrechen und dem Tod auseinandersetzen muss. Aber dies ist wichtig. Überlegen Sie sich, welche Behandlungen sie zulassen möchten und welche nicht.

Die Verfügung muss schriftlich und durch eigenhändige Namensunterschrift verfasst oder notariell beglaubigt werden (§ 1901a Absatz 1 Satz 1 i. V. m. § 126 Absatz 1 BGB). Ein Widerruf ist jederzeit formlos möglich (§ 1901 Absatz 1 Satz 3 BGB).

Unser Tipp: Erneuern Sie die Patientenverfügung regelmäßig (z.B. im 1-2 Jahresabstand). Damit können Sie sicher sein, dass der Inhalt aktuell ist und noch immer Ihrem Wunsch entspricht.

Hinterlegen Sie die Patientenverfügung sicher und bei vertrauenswürdigen Personen. Evtl. bei denen, welche die Interessen umsetzen sollen. Wenn Sie in ein Krankenhaus oder ein Pflegeheim kommen, weisen Sie das Personal auf die Verfügung hin.


Verbindlichkeit der Patientenverfügung

Die Verfügung ist für die Ärzte verbindlich, wenn Ihr Wille eine konkrete Behandlungssituation oder Lebenssituation regelt. Wenn ein Vertreter benannt wurde, ist dieser verpflichtet Ihren Behandlungswunsch zu prüfen und ggf. Geltung zu verschaffen.


Muster/ Vorlage als Download

Als Service bieten wir Ihnen ein Muster/eine Vorlage einer Patientenverfügung als PDF oder Word-Dokument mit allen wichtigen Bestandteilen zum Download an, welche Sie sich kostenlos herunterladen und nutzen können. Das Muster bietet verschiedene Textbausteine, die auf Vorschlägen des Bundesministerium der Justiz für eine Patientenverfügung basieren. Passen Sie den Text Ihren Bedürfnissen an und erweitern Sie die Verfügung nach Ihren Vorstellungen.





Kostenloser Download: Muster/ Vorlage einer Patienenverfügung


als PDF
als Word-Dokument



Aufbau einer Patientenverfügung

Laut Bundesministerium der Justiz ist der Aufbau der Patientenverfügung wie folgt empfohlen:

Schritt 1: Eingangsformel
Schritt 2: Situationen, für die die Patientenverfügung gelten soll
Schritt 3: Festlegungen zu ärztlichen/pflegerischen Maßnahmen
Schritt 4: Wünsche zu Ort und Begleitung*
Schritt 5: Aussagen zur Verbindlichkeit*
Schritt 6: Hinweise auf weitere Vorsorgeverfügungen*
Schritt 7: Hinweis auf beigefügte Erläuterungen zur Patientenverfügung*
Schritt 8: Organspende*
Schritt 9: Schlussformel
Schritt 10: Schlussbemerkungen*
Schritt 11: Datum, Unterschrift
Schritt 12: Aktualisierung(en), Datum, Unterschrift*
Schritt 13: Anhang: Wertvorstellungen*

Die mit einem Sternchen markierten Punkte sind Zusatzangaben und nicht Bestandteil der eigentlichen Verfügung.