Facebook Altenpflege Hilfe
Aktuelle News
jetzt auf Facebook!

Anleitung: Sturzprophylaxe

sturzprophylaxe

Häufiges Hinfallen ist bei vielen älteren Menschen der Beginn einer schmerzhaften Zeit, in der auch viele Ängste entstehen. Das kann dazu führen, dass diese Personen sich teilweise gar nicht mehr aus dem Haus (der Wohnung) trauen. Besonders im Winter ist dies häufig der Fall.

Stürze sind einer der häufigsten Gründe, warum Menschen pflegebedürftig werden, da Prellungen, Frakturen und schwere Verletzungen die Folge sind. Die entstandenen Ängste können ebenfalls direkten Einfluss auf den Körper haben. Weniger Bewegung bedeutet auch weniger Muskelmasse und körperlicher Abbau. Damit gerät man in einen Teufelskreis, der nur schwer überwunden werden kann.

Aus diesen Gründen ist es wichtig, Stürze zu vermeiden bzw. zu minimieren. Wenn ein Sturz nun doch passiert ist und Sie eine Dokumentationsmöglichkeit suchen, bieten wir Ihnen in unserer Rubrik Pflegeorganisation eine kostenlose Mustervorlage eines Sturzereignisprotokolls zum Download an.

Allgemeine Maßnahmen zur Sturzprophylaxe

- Benutzen Sie sichere Kleidung. (Keine langen Kleidungsstücke, auf die Sie treten können, sicheres Schuhwerk, optimaler Weise ohne Schnürsenkel.

- Sorgen Sie für einen optimalen körperlichen Zustand. Besorgen Sie sich eine Brille, falls nötig. Nehmen Sie regelmäßig Ihre Medikamente. Ernähren Sie sich ausreichend.

- Machen Sie Gleichgewichtsübungen, wenn es möglich ist. Trainieren Sie auch Ihre Muskulatur. Oftmals helfen schon kleine tägliche Übungen für ein paar Minuten.

- Wenn Sie Gehhilfen benutzen, sorgen Sie für eine optimale Einstellung (besonders in der Höhe.

- Nutzen Sie ggf. Hüftprotektoren oder Schutzkleidung.

- Achten Sie auf Ihre Ernährung: Sowohl Übergewicht, als auch Mangelernährung erhöhen das Sturzrisiko.

Maßnahmen zur Sturzprophylaxe im eigenen Haus/ der Wohnung:

- Beseitigen bzw. markieren Sie Hindernisse und Unebenheiten im Boden (Dies können Türschwellen, herumliegende Kabel oder Möbel sein).

- Sorgen Sie für eine ausreichende Beleuchtung, damit Hindernisse schnell erkannt werden.

- Gestalten Sie Ihr Bad altengerecht. Bringen Sie einen Haltegriff neben der Toilette und in der Dusche an. Lassen Sie sich eine niedrige Duschwanne einbauen, damit Sie keine hohen Hindernisse haben. Machen Sie die Duschfläche sowie die Ein- und Aussteigefläche der Dusche rutschfest.

- Vermeiden Sie glatte Flächen.

- Sorgen Sie für genügend Griffmöglichkeiten an Treppen und Stufen.

- Sichern Sie sich z.B. mit einem Hausnotruf ab, falls Sie stürzen und sich nicht mehr bewegen können.

- Nutzen Sie ein Bettnest, wenn ein Sturz aus dem Bett droht.

Maßnahmen zur Sturzprophylaxe außerhalb des eigenen Hauses/ der Wohnung:

- Nutzen Sie Gehhilfen, wenn es erforderlich wird. Eitelkeit ist ein schlechter Berater.

- Sprechen Sie Leute an. Besonders beim Ein- und Aussteigen in einen Bus oder die Bahn kommt es zu Unfällen. Haben Sie keine Angst umstehende Personen um Hilfe zu bitten. Sprechen Sie auch den Busfahrer an und bitten Sie ihn um etwas Umsicht, wenn Sie aussteigen wollen.

- Vermeiden Sie raschen Richtungswechsel, da Schwindelgefühl droht.

- Planen Sie Ihre Strecken und achten Sie bei neuen Wegen auf Ihre Umgebung und den Untergrund. Merken Sie sich Sitzmöglichkeiten auf Ihren Wegen, falls Sie sich ausruhen möchten.

- Vermeiden Sie Stresssituationen. Gehen Sie rechtzeitig los, wenn Sie einen Termin haben oder einen bestimmten Bus erreichen müssen. Falls Sie einen Bus knapp verpassen, warten Sie lieber auf den nächsten, anstatt hinzurennen.

Bettgitter für Senioren

Bettgitter haben einen sehr negativen Ruf, da sie oft zur Fixierung von Pflegebedürftigen genutzt werden. Sie können aber auch hilfreich sein und Stürze aus dem Bett verhindern. Wir empfehlen allerdings, Bettnester zu verwenden. Diese senken das Verletzungsrisiko und bieten ebenfalls einen ausreichenden Schutz.

Eine weitere Alternative sind sogenannte Niederflurbetten. Das sind spezielle Pflegebetten, welche sehr weit abgesenkt werden können. Bis auf 13cm ist möglich. Das kann man beispielsweise abends während der Nachtruhe machen. Sobald pflegerische Maßnahmen notwendig sind, kann das Bett wieder auf eine andere Höhe eingestelt werden.