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Altenpflege im Ausland

Altenpfege im Ausland

Der Weg in ein Altenheim oder Pflegeheim im Ausland muss nicht immer finanzielle Gründe haben. Die Situation in Deutschland wird sich zwar für viele ältere Menschen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten verschlechtern, aber man sollte darin auch eine Chance sehen. So kann man seinen Lebensabend unter Palmen verbringen und die Vorzüge tropischen Klimas erleben. Zudem bleibt hier in Deutschland am Monatsende oftmals nichts mehr von der Rente über und für die Freizeit hat man dann noch nicht mal etwas ausgegeben. Dies könnte sich im Ausland ändern. Ohne Vorbereitung kann es jedoch riskant werden, da sich auch hier schwarze Schafe auf dem Pflegemarkt tummeln. Die Kosten und die Pflegesituation sind entscheidende Merkmale, die über einen erfolgreichen Aufenthalt im Ausland entscheiden können.


Die Kosten

Deutschland:
In Deutschland liegen die durchschnittlichen Kosten für den Pflegebedarf in der höchsten Pflegestufe (Pflegestufe 3) bei ca. 3000.- Euro. Die Pflegeversicherung übernimmt davon einen Anteil von ca. 1500.- bis maximal 2000.- Euro.
Pflegebedürftige, die nicht vorgesorgt haben, müssen dementsprechend einen eigenen Anteil von mehr als 1000.- Euro aufbringen. Wer keine Rente in dieser Höhe hat, muss entweder an seine Ersparnisse oder (falls vorhanden) seine Eigentumswohnung bzw. sein Haus verkaufen. Bei diesen Preisen sind noch keine privaten Wünsche berücksichtigt. Wie z.B. Geschenke für die Familie oder Kleinigkeiten für die eigene Freude.

Im Ausland:
Hierzu zählen meistens Länder in Osteuropa, Südostasien oder Spanien. Aber in Zukunft werden sicherlich noch andere Länder einen Pflegesektor aufbauen.

Da die Länder alle sehr verschieden sind, kann man keine allgemeinen Preise nennen. In Thailand ist es z.B. möglich für 900 Euro ein kleines Bungalow inklusive Vollverpflegung, Reinigung, Wechsel der Bettwäsche und Massage zu bekommen. Allerdings sind alle Zusatzleistungen kostenpflichtig und der Preis kann für pflegebedürftige Menschen deutlich teurer werden. Eine andere Alternative wäre eine Rundumbetreuung. Für einen Betrag um 2900.- Euro kann man eine Rund um die Uhr Betreuung bekommen. Die Pfleger schlafen direkt bei dem pflegebedürftigen Patienten und füttern ihn, lagern ihn um oder machen alles, was benötigt wird.
Für das Geld ist hier in Deutschland nicht mal der Grundbedarf zu haben.

In Ländern wie Ungarn, Tschechien oder der Slowakei ist es möglich einen Platz in einer Altenresidenz zu bekommen, wo die Zuzahlung je nach Pflegebedarf zwischen 300.- und 860.- Euro liegt. Die Art der Pflege ist ähnlich wie in Deutschland.

Die preislichen Unterschiede, gerade im Vergleich zu Deutschland, kommen durch die geringen Personalkosten in den Ländern zustande.

ACHTUNG: Pflegegeld wird ins EU Ausland gezahlt, Sachleistungen jedoch nicht. Außerhalb der EU wird keine finanzielle Unterstützung vom Staat gewährt.

Pflegesituation

In Deutschland gibt es anerkannte Ausbildungen im Pflegeberuf. Altenpfleger(in), Pflegehelfer(in) etc. Im Ausland gibt es diese Berufsausbildung oftmals nicht. Die Fähigkeiten werden den Pflegern durch Seminare oder Fortbildungen beigebracht. Dies sollte man immer bedenken, wenn es sich um schwer pflegebedürftige Menschen handelt.

Allerdings leidet Deutschland unter Fachkräftemangel im Pflegebereich und in den Altenheimen und Pflegeheimen herrscht vielfach Stress und Überarbeitung. Eine individuelle und zeitintensive Pflege ist daher kaum umzusetzen.
Gerade in Thailand ist dies genau anders. Auch wenn die Ausbildung nicht so gut ist, wie in Deutschland, ist die Pflege viel persönlicher und daher auch menschlicher, da sich die Pflegekräfte viel mehr Zeit für die Patienten nehmen können.
Die Verpflegung ist meistens auf die Kunden angepasst. Somit auch auf deutsche Verhältnisse.

Vorteile und Nachteile sowie Ratschläge

Vorteile
1. Im Ausland gibt es keine Pflegestufen, egal wie hoch der Aufwand ist, der Preis gilt für die gesamte Pflege.
   (Wenn diese vereinbart ist.)

2. Kein Mangel an Arbeitskräften, zeitintensive und persönliche Pflege möglich

3. Heimplätze im Ausland wesentlich günstiger, als in Deutschland

4. Oftmals größere Wohneinheiten und mehr Platz als in Deutschland

5. Extraservices im Ausland oftmals mit drin (Massagen, Wäsche, Papierkram etc.)

Nachteile
1. Man wird aus dem persönlichen Umfeld herausgerissen

2. Die Pflege kann fachlich schlechter sein

3. Evtl. Anpassungsprobleme an andere Verhältnisse und Mentalitäten

Ratschläge: Sollten Sie Interesse an einem Pflegeplatz im Ausland haben, informieren Sie sich gut. Falls ein Probewohnen möglich ist, nutzen Sie dieses. Seien Sie wachsam, wenn es um finanzielle Angelegenheiten geht. Machen Sie keine großen Vorauszahlungen und lesen Sie sich alle Verträge gut durch. Kalkulieren Sie Ihre finanzielle Situation gut durch.