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Praxistipps: Körperpflege - Waschen

Praxistipps: Körperpflege

Das Gesicht

- Waschen Sie das Gesicht mit dem Wasser zuerst einmal gründlich ab und entfernen Sie Schmutz und Ablagerungen. Faltige Stellen (wie z.B. Mundwinkel) sollten besonders achtsam gereinigt werden, damit keine Keimablagerungen entstehen können.

- Für eine Haarwäsche im Bett gibt es besondere Waschwannen mit Ausbuchtungen für den Hals. Alternativ kann man besondere (mit Wasser gefüllte) Säcke im Handel kaufen, die ebenfalls für diesen Zweck gut geeignet sind.

- Eine Nassrasur kann bei Männern leicht zu Schnittverletzungen führen. Wir empfehlen daher die Rasur mit Hilfe eines elektrischen Rasierers.

- Ohrmuscheln und die Bereiche hinter den Ohren sollten ebenfalls gründlich gereinigt werden.

- Die Reinigung des Gehörgangs mit Wattestäbchen kann Verletzungen mit sich bringen. Lassen Sie sich daher von einem Ohrenarzt beraten, welche Reinigungsmethode für den Pflegebedürftigen am besten ist.

- Nachdem das Gesicht abgetrocknet wurde, sollte ein Hauptpflegeprodukt aufgetragen werden.

- Beim Putzen der Zähne ist eine elektrische Zahnbürste empfehlenswert. Zahnseide kann zu Verletzungen führen und sollte mit der zu pflegenden Person abgesprochen werden.

- Der Mundraum sollte in regelmäßigen Abständen (z.B. mit Hilfe einer Taschenlampe) untersucht werden. Verletzungen oder weiße Stellen (Hinweis auf Mundpilz) können so erkannt und behandelt werden.

Tipp: Für den Bereich um die Augen empfehlen wir, nur klares Wasser zu verwenden, da Seifenreste in den Augen sehr unangenehm sind.

Oberkörper und Beine

- Unter den Achseln sollte besonders gründlich gewaschen werden, da sich hier Schweißreste an den Achselhaaren ablagern können.

- Der Bauchnabel muss ebenfalls ordentlich gereinigt werden, um Nabeltalg und Nabelstein zu entfernen.

- Der Oberkörper und die Beine sind ansonsten recht pflegeleicht. Bei trockener Haut ist hier nach dem Waschvorgang eine Körperlotion zu empfehlen.

Fußpflege (inkl. Nagelpflege)

- Wenn es möglich ist, sollte am Anfang der Fußpflege immer ein Fußbad stattfinden. Nach dem Fußbad lassen sich Hornhaut und Nägel besser schneiden bzw. entfernen. Verkrustungen und Ablagerungen lösen sich nach einem Fußbad auch besser.

- Schneiden Sie regelmäßig die Fußnägel des Pflegebedürftigen, da lange Fußnägel schnell zu Verletzungen führen können. Das Einwachsen von Fußnägeln lässt sich am besten verhindern, wenn man die Ecken rund feilt.

- Bei Diabetikern muss die Fußpflege besonders behutsam gemacht werden, da diese im Laufe der Zeit häufig Nervenschäden und Durchblutungsstörungen haben. Lassen Sie sich notfalls durch einen Arzt beraten.

- Sorgen Sie dafür, dass nach dem Waschvorgang die Füße ordentlich abgetrocknet werden. Auch zwischen den Zehen. Ansonsten droht die Gefahr, dass sich Fußpilz entwickelt.

Intimbereich

- Bevor die Pflege des Intimbereichs gemacht wird, sollten Sie das Wasser wechseln. Daher ist es Sinnvoll, dass dieser Waschvorgang als letztes gemacht wird. Nach der Säuberung sollten die eigenen Hände gut gewaschen oder die Einmalhandschuhe ausgetauscht werden. (Vorzugsweise sollten Sie hierfür Einmalhandschuhe benutzen)

- Wenn der Waschvorgang einer Frau zu intim ist, kann auch eine Genitalspülung gemacht werden. Ansonsten sollten die Schamlippen etwas gespreizt und vom Schambein in Richtung Anus gewaschen werden.

- Bei Männern ist es wichtig, dass die Vorhaut zurückgezogen wird, da sich darunter Ablagerungen (Smegma) bilden. Diese müssen entfernt werden.

- Den Hodensack vorsichtig abwaschen. Wenn zuviel Druck auf die Hoden ausgeübt wird, kann dies sehr schmerzhaft für den Mann sein.

- Nicht vergessen, den Anus zu waschen.

- Nach dem Waschvorgang alles gut abtrocknen, um Intimpilz zu verhindern.

Allgemeine Tipps

- Nutzen Sie die Gelegenheit beim Waschen und begutachten Sie die Haut auf Verletzungen, Farbe, Schuppenbildung und Trockenheit. Wenn Sie etwas entdecken, können gleich reagieren und bei Verletzungen Schmerzen verhindern.

- Hautlotionen sollten erst aufgetragen werden, wenn die entsprechenden Stellen trocken sind.

- Bei Demenzkranken sollten Sie hektische Bewegungen vermeiden und dem Pflegebedürftigen beruhigend zureden.


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