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Verschlimmerungsantrag (inkl. Muster / Vorlage zum Downloaden)

Verschlimmerungsantrag Download

Verschlimmerungsanträge können gestellt werden, wenn sich die Situation einer behinderten oder pflegebedürftigen Person verschlechtert oder zusätzliche Leiden aufgetreten sind.

Die entsprechende Institution wird den Sachverhalt prüfen und die betroffene Person wahrscheinlich erneut begutachten sowie die neu entstandenen Leiden prüfen. Wenn der Antrag positiv ausgeht, kann der betroffene auf höhere Leistungsansprüche hoffen. Bei pflegebedürftigen Personen ist dies dann in der Regel eine höhere Pflegestufe bzw. ein höherer Pflegegrad.

Voraussetzung für einen Verschlimmerungsantrag ist, dass das neue oder stärkere Leiden mindestens seit 6 Monaten besteht. Wird der Antrag abgelehnt, hat man die Möglichkeit Widerspruch einzulegen oder nach Ablauf der Frist eines halben Jahres einen erneuten Antrag zu stellen. (Bei einem abgelehnten Antrag sollte man sich überlegen, ob es sinnvoller ist den gerichtlichen Weg zu beschreiten oder die Frist abzuwarten und einen erneuten Antrag zu stellen.)

Bei behinderten Personen muss der Antrag bei dem entsprechenden Versorgungsamt eingereicht werden. Pflegebedürftige Menschen müssen den Antrag an die verantwortliche Pflegekasse (Krankenkasse) stellen. Die erneute Begutachtung erfolgt dann durch den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen).

Verschlimmerungsantrag bei Depressionen

Schwere und lang anhaltende Depressionen können vom Versorgungsamt als ein Grad der Behinderung (GdB) anerkannt werden. Ab einem GdB von 50 ist es für die betroffenen Personen mölich, einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen. Wenn sich der psychische Zustand ändert, ist es möglich, dass der Grad der Behinderung steigt. Hierfür kann ein Verschlimmerungsantrag gestellt werden. Die Einteilung bei psychischen Störungen erfolgt nach folgendem Schema:

1. Leichte psychische oder psychovegetative Störungen
2. Stärkere behindernde Störungen (z.B. ausgeprägte Depressionen)
3. Schwere Störungen mit mittelgradigen sozialen Anpassungsschwierigkeiten
4. Schwere Störungen mit schweren sozialen Anpassungsschwierigkeiten

Wie kann man eine Verschlimmerung / Änderung nachweisen ?

Zuerst sollte der Betroffene seinen Arzt aufsuchen. Sämtliche medizinischen Befunde und Diagnosen müssen nochmals dokumentiert und aufgelistet werden. Dazu gehören Funktionseinschränkungen, Behinderungen etc. Eine gute ärztliche Dokumentation ist enorm wichtig, da die zuständigen Behörden (Landesämter) bzw. der MdK den Antragsteller nicht immer persönlich aufsucht und die Entscheidung nach Aktenlage trifft. Lassen Sie sich daher vorab von Ihrem Arzt beraten.
Zusätzlich sollten Sie sich informieren, ob ein neuer Grad der Behinderung (GdB) sinnvoll ist. Häufig hat eine Heraufstufung kaum oder keine Folgen. Es gibt keine automatische Erhöhung der Leistungen.

Bei Pflegekassen kann der Antrag in einem formlosen Schreiben gestellt werden. Wir stellen Ihnen hier einen kostenlosen Musterantrag zu Verfügung. Sie müssen lediglich noch die fehlenden Daten eintragen.







Kostenloser Download: Muster/ Vorlage eines formlosen Verschlimmerungsantrags


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